Starke Stimmen. Starke Geschichten #4

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Auch heute dürfen wir Euch – bereits zum vierten Mal ! – eine neue starke Stimme vorstellen.

Wir freuen uns sehr, dass sich mit dem heutigen Interview die erste nicht-bloggende LeserIn offiziell zu Wort meldet !

Auch Rheila bricht in einer sehr offenen und ehrlichen Sprache hier ein Weiteres Mal das Schweigen darüber, dass der Kinderwunschweg sich (auch mit Hilfe reproduktionsmedizinischer Bemühungen) eben lange nicht für alle erfüllt.
Sie erzählt von den Schwierigkeiten, die mit dem Abschied vom Kinderwunschweg für sie verbunden sind – aber auch von der Kraft, die ihr diese Entscheidung veliehen hat und davon, wie sie die Herausforderungen Schritt für Schritt bewältigt und wieder offen wurde für die Glücksmomente des Lebens.

Als Nicht-BloggerIn seine sehr persönlichen Erfahrungen und Gedanken zum Abschied vom aktiven Kinderwunschweg in dieser dichten Form mit vielen anderen zu teilen, ist ganz sicher eine Entscheidung, für die Du unseren vollen Respekt hast – und daher danken wir Dir, Rheila, ganz besonders für Dein Vertrauen, uns alle in Deine Geschichte mitzunehmen !

Wir sind überzeugt davon, dass Du damit auch zahlreichen anderen CNBC und „CNBC to be“ da draußen in vielerlei Hinsicht Mut machst.

Wir sind hier ! Und wir sind viele ! Und wir haben starke Geschichten zu erzählen.

Und jetzt …. soll Rheila endlich selber zu Wort kommen:

Wer bist und und wie lebst Du ?

Ich bin eine 32-jährige Frau, die mit ihrem Mann im Westen Deutschlands in einer mittelgroßen Stadt lebt. Wir bewohnen eine mittelgroße Wohnung in einem mittelmäßig schönen Stadtteil. Wir sind schon ziemlich lange ein Paar und glauben beide fest daran, dass dies auch bis zum Ende unseres Lebens so bleiben wird.

An welchem Punkt Deines Weges stehst Du heute ?

Wir haben uns Ende letzten Jahres dazu entschieden, den aktiven Kinderwunschweg zu verlassen. Obwohl sich diese Entscheidung zunächst gut anfühlte, kommt es immer noch vor, dass ich zweifle.

Mein Kopf weiß schon recht gut, dass es für uns kein Kind geben wird. Mein Herz ist aber oft noch auf Abwegen. In dieses Gefühlswirrwarr versuche ich momentan etwas Ruhe zu bringen. Denn nur so schaffe ich eine Grundlage, den Umstand der Kinderlosigkeit vollständig anzunehmen.

Wenn Dein Leben ein Film wäre, welchen Soundtrack hätte Dein aktueller Lebensabschnitt ?

Wish you were here von Pink Floyd. Wenn ich dieses Lied höre, habe ich sehr ambivalente Gefühle. Es drückt die Sehnsucht aus, die ich verspüre, wenn ich an mein gedachtes Kind denke. Gleichzeitig verspüre ich auch die Gewissheit, dass mein Leben dennoch erfüllt sein wird. Natürlich hat der Songtext einen ganz anderen Hintergund als unsere Geschichte. Aber das ist mir egal. Ich finde er passt dennoch. Ich pflege sowieso, die meisten Songs, die mir gefallen, auf mein Leben anzupassen.

Wenn Deine gesamte Kinderwunschgeschichte verfilmt werden würde, wer sollte die weibliche Hauptrolle spielen ? 

Definitiv René Zellweger. Der Grund ist ganz einfach. Ich bin quasi Bridget Jones. Ich bin genauso verrückt, manchmal verzweifelt, selbstironisch und verpeilt. Ich habe das gleiche Talent, mich in die peinlichsten Situationen zu bringen und auch ich hadere permanent mit meiner Figur, obwohl sie objektiv betrachtet vermutlich vollkommen in Ordnung ist. Wer also meine eigene Person schon so perfekt verkörpern kann, der darf auch gerne meine Kinderwunschgeschichte spielen.

Was hast Du auf Deinem Kinderwunschweg erlebt ?

Der Kinderwunschweg hat mich definitiv sehr verändert. Ich war schon immer ein Kontrollfreak. Alles, was ich mir vorgenommen habe, ist mir bisher mit viel Disziplin und Durchhaltevermögen gelungen.

Als klar wurde, dass wir ohne Hilfe kein Baby bekommen werden und es selbst mit Hilfe sehr schwierig werden würde, ist mir sozusagen die Kontrolle über mein Leben entglitten.

Bei unserem ersten Besuch in der Praxis eröffnete mir die Ärztin freudestrahlend, dass ich mich nun nicht mehr um unsere Reproduktion bzw. meinen Zyklus kümmern müsse und sie nun die Verantwortung dafür tragen würde. Was vermutlich nett und aufmunternd gemeint war, kam für mich einer fundamentalen Bedrohung gleich. Und so hatte ich auch während der Behandlungen am meisten mit der Tatsache zu kämpfen, dass andere Leute (Ärzte, Biologen), mir Resultate mitteilten und ich sozusagen ausgeliefert bin. Und so haben wir entschieden, jeweils am Abend vor dem Bluttest einen Schwangerschaftstest zu machen. Dieses letzte bisschen Selbstbestimmung wollte ich mir bewahren. Die meisten Frauen ohne Fortpflanzungsschwierigkeiten würden doch beim Ausbleiben ihrer Periode zunächst einen Test machen. Warum also sollte ich es hinnehmen, dass mir dieser sehr private Moment entrissen wird und ich stattdessen das Ergebnis mittags im Büro am Telefon erfahre? Beim 3. Versuch habe ich nach dem negativen Bluttest nicht mal mehr in der Praxis angerufen.

Letztlich habe ich durch die Geschichte also lernen müssen, dass man in manchen Situationen die Kontrolle abgeben muss. Ich kann diesen Umstand nun besser aushalten. Während der Kinderwunschbehandlungen und auch danach hat mein Selbstwert stark gelitten. Vermutlich kommt jede(r) von uns mal an diesen Punkt.

Durch Medien und das Umfeld bekommt man eben permanent das Gefühl vermittelt, dass Fortpflanzung eine Leistung ist. Warum sonst wird frisch schwangeren Frauen gratuliert? Im Prinzip gratuliert man ihr dazu, dass sie zur richtigen Zeit Sex hatte und das Glück hat, selbst fruchtbar zu sein und einen fruchtbaren Partner zu haben. Als wenn irgendetwas von diesen Dingen eine Leistung wäre. Ich mache da jedenfalls nicht mehr mit. Gratulationen gibt es bei mir erst zur Geburt. Denn das ist tatsächlich eine Leistung, die ich anerkenne.

Wann und warum hast Du Dich dazu entschieden, den Kinderwunschweg zu verlassen ?

Im Grunde hatten wir aufgrund unserer Diagnosen von Beginn an sehr schlechte Chancen. So richtig wollte ich das wohl nicht wahrhaben und auch die Ärzte haben es nie so deutlich formuliert. Es ist ja schon schlimm genug, wenn man erfährt, dass man auf natürlichem Wege keine Kinder bekommen kann. Wenn selbst künstliche Befruchtung keine Hilfe bieten kann, ist das ein weiterer Tiefschlag (ich bin die Blinde unter den Einäugigen).

Durch unsere besonderen Vorraussetzungen begann bei uns die Warteschleife quasi mit Beginn des Versuches. Die damit einhergehende psychische Belastung war für mich an manchen Tagen kaum auszuhalten. Irgendwann wurde mir klar, in welch schlechtem Zustand ich bin. Und dass ich selbst bei positivem Test die 9 Monate Schwangerschaft psychisch kaum würde überstehen können. Ich konnte mich kaum noch auf etwas wichtiges konzentrieren, war auf dem besten Weg in eine Depression.

Mittlerweile geht es mir körperlich und psychisch bedeutend besser, aber ich möchte mich selbst nie wieder in diesem Zustand sehen. Die gängigen Durchhalteparolen aus den Kinderwunschforen à la „wer durchhält wird am Ende belohnt“ kann ich mittlerweile nur noch belächeln. Da versucht man sich von dem Gedanken zu verabschieden, dass Reproduktion eine echte Leistung sei und schon bekommt man die neue Leistung serviert:

Durchhalten. Leider setzt sich diese Ansicht in der Öffentlichkeit durch und ich muss mir immer wieder Geschichten von geglückten 4., 5., oder 6. Versuchen anhören und mich dafür rechtfertigen warum wir „nur“ 3 Versuche gemacht haben. Davon muss man sich abgrenzen. Das gelingt mir zunehmend besser und ich spüre, dass meine Entscheidung für mich richtig war.

Worin liegt/lag die besondere Herausforderung beim Abschied vom Kinderwunschweg für Dich/für Euch als Paar?

Die größte Herausforderung ist wohl, dass Männer und Frauen völlig verschieden mit dem Problem umgehen. Mein Mann hat recht schnell zum normalen Leben zurück gefunden. Es wurde quasi nur auf meinen Impuls hin über das Thema gesprochen. Es hat ein bisschen gedauert, bis wir diesbezüglich wieder im gleichen Takt geschlagen haben. Mittlerweile funktioniert die Kommunikation aber recht gut und mein Mann spürt auch, wenn meinerseits wieder mehr Redebedarf besteht. Und auch ich spüre, wenn er mal nicht darüber sprechen möchte und akzeptiere dies. Im Grunde genommen haben wir also auch viel voneinander gelernt.

Was war schwieriger als erwartet, was war leichter, als befürchtet ?

 

Für mich war es schwierig meinem Umfeld zu vermitteln, dass der Abschied vom aktiven Kinderwunschweg im Grunde genommen erst der Beginn der Trauer und Verarbeitung ist. Für meine Familie war der Drops quasi gelutscht, als wir ihnen mitgeteilt haben, dass wir keine weitere Behandlung mehr machen werden.

Alle dachten, jetzt wird wieder alles normal und wir haben uns damit abgefunden. Wenn andere Menschen trauern, kann das sehr lästig werden. Vor allem dann, wenn man um etwas trauert, was nicht da war. Dass aber eine Verarbeitung erst auf die Akzeptanz eines Umstandes folgen kann und dass letztere erst nach Beendigung der Hoffnung einsetzt, ahnte wohl niemand.
Ich habe mich also oft sehr allein gefühlt. Das Thema wurde schnell gewechselt und niemand konnte es mir recht machen.

Leichter als befürchtet war ehrlich gesagt nichts. Es ist noch immer ein andauernder innerer Kampf. Aber ich habe mir vorgenommen, ihn zu gewinnen.

Viele Psychologen empfehlen, nach dem endgültigen Abschied vom Kinderwunsch zu verhüten, um wirklich auf allen Ebenen damit abschließen zu können und nicht doch heimlich weiter auf die Hintertüre zu hoffen. Was denkst Du darüber ?

 

Grundsätzlich glaube ich, dass diese Empfehlung gerade für Paare mit unklarer Diagnose oder nur eingeschränkter Fertilität sicherlich ratsam ist. Unser Fall ist anders. Bei uns ist es tatsächlich zu 100% ausgeschlossen (ohne dass ich hier auf Details eingehe), dass es zu einer Schwangerschaft kommt. Und daher haben wir uns gegen die unnötige Verhütung entschieden, da wir schon länger nicht mehr darauf hoffen, dass es einen Glückstreffer gibt.

Was hat Dir besonders geholfen/hilft Dir besonders dabei, die Trauer um ein ungelebtes Leben als Mutter und Deine nie geborenen Kinder zu verarbeiten?

 

Es hilft mir, meine Wut und Trauer offen auszusprechen (meinem Partner gegenüber). Als Notfallprogramm in schwere Krisenzeiten helfen Schokolade, Rotwein und ein Liebesfilm. Ansonsten hilft mir die Gewissheit, dass ich meinen Traummann geheiratet habe und wir die schlimmste
Krise hoffentlich bereits gemeistert haben. Als Mensch hat man leider die Tendenz, sich mit anderen zu vergleichen. Man vergleicht sich prinzipiell nur
„nach oben“. Wenn man ab und zu einmal anerkennt, dass man auch ohne Kind mehr hat, als die meisten anderen Menschen auf diesem Planeten, kann das sehr heilsam sein (ohne sich am Leid der anderen zu ergötzen natürlich).

Eine wichtige Phase während des Abschieds war für mich, meinen Wunsch ehrlich zu durchleuchten. Eigentlich habe ich das gehasst, weil sich eben andere Frauen vor einer Schwangerschaft nicht mit den Gründen für ihren Wunsch auseinander setzen müssen. Irgendwann habe ich aber gemerkt, dass es mir hilft. Dabei fiel mir auf, dass ich mich eigentlich nie wirklich als Mutter gesehen habe. Ich hatte auch nie eine exakte
Vorstellung von meinem Kind.

Andere Mütter sind ehrlich gesagt auch nicht so mein Ding. Vielleicht passe ich also ohnehin nicht in diese Gemeinschaft. Vielleicht hätte ich mich auch als Mutter weiterhin minderwertig gefühlt, weil die anderen Mütter anders sind, als ich. Wer weiß das schon. Jedenfalls hat mir die Erkenntnis, dass ich nicht das „Mutter-Ur-Viech“ bin, etwas von meiner Last genommen.

Wie sehr hat sich Dein Leben nach dem Abschied vom Kinderwunschweg verändert?

Objektiv betrachtet hat sich nicht viel verändert. Wir haben weiterhin unsere Jobs und unser liebstes gemeinsames Hobby.
Aber uns ist die Zweisamkeit noch wichtiger geworden, als sie ohnehin schon war. Beruflich bedingte Trennungen verabscheuen wir abgrundtief. Ich vermute, dass sich nicht so viel verändert hat, weil unser gemeinsames Leben auch vor dem Kinderwunsch schon gut war. Auch das kann eine wertvolle Erkenntnis sein, die wir ohne den Kinderwunschweg vielleicht nicht gewonnen hätten. Manchmal macht uns die Zukunft etwas Sorgen. Aber wir kriegen schnell die Kurve.

Wie sieht Dein persönliches “The Next Happy” aus ? Wie nah bist Du ihm schon gekommen ?

 

Wir haben keine besonderen Pläne für die Zukunft. Zu groß wäre die Angst, dass sich andere Wünsche ebenfalls nicht erfüllen könnten. Und deshalb leben wir im Hier und Jetzt. Wir freuen uns jedes Jahr wie kleine Kinder auf unseren Urlaub. Glück in in meinen Augen kein
dauerhafter Zustand und eben auch selten planbar. Eine erhöhte Erwartungshaltung kann in meinen Augen das erlebte Glück vermindern. Wenn man
beispielsweise erwartet, dass ein Urlaub aus diesen und jenen Gründen besonders toll wird, geht das gerne mal in die Hose. Viel berauschender sind hingegen die Glücksmomente, die man vorher nicht hat kommen sehen. Und deshalb versuche ich mir genau diese unverhofften Zeiten des Glücks besonders bewusst zu machen und den Moment zu genießen.

Welche Wünsche und Träume hast Du für die Zukunft, die jetzt vor Dir liegt ?

Mein größter Wunsch ist, eines Tages die Neidgefühle gegenüber schwangeren Frauen völlig abzulegen. Denn diese Gefühle tun mir nicht gut und ich isoliere mich damit selbst. Außerdem hätte ich gerne eines Tages einen Garten. Den Pflanzen beim Wachsen zuzusehen und irgendwann das zu ernten, was man gesät hat, ist ein schönes Gefühl. Beruflich könnte sich auch noch einiges zum Positiven verändern, aber das hat noch Zeit.

Was sagst Du den Menschen, die ein kinderloses Leben für eigentlich sinnlos und oberflächlich halten?

Hier gibt es nur eine passende Antwort.
Die Aussage sagt alles über den Adressaten. Wer sich überhaupt mit der Sinnhaftigkeit meines Lebens auseinder setzt, muss ja selbst ein Problem haben (Stichwort „Vergleich mit anderen“). Reproduktion ist keine Leistung. Kinder ins Erwachsenenleben zu begleiten ist gleichzeitig keine Leistung, die nur Eltern vollbringen können.

Wenn Du mit 80 auf Dein Leben zurück blickst: Was wirst Du dann sagen?

Vermutlich würde ich sagen: Erstens kommt es anders und zweitens als man denkt. Der Spruch kommt von meiner Mutter und beschreibt ja recht gut, wie wenig planbar eine Zeitspanne von 80 Jahren ist.

Ich denke aber, dass ich diesen Satz mit einem kleinen Augenzwinkern sagen werde, der andeutet, dass darin auch viel Positives liegen kann.

8 Gedanken zu „Starke Stimmen. Starke Geschichten #4

  1. Liebe Rheila,
    mir hat es vor allem gut getan, zu lesen, dass du dich selbst nie wirklich als Mutter gesehen hast. Das hat mir geholfen. Mir ging es so, dass ich mich nie als schwanger sehen, mir das Kind nicht vorstellen konnte. Auch die Vorstellung, „nur noch“ mit anderen Muttis immer wieder die selben Themen durchzukauen (ja, ich weiß, die Entscheidung könnte ich auch anders treffen) fand ich erschreckend.
    Der Kinderwunsch war trotzdem immer im Hinterkopf. Das Loslassen gelingt mal mehr, mal weniger.
    Auch wir versuchen, im Hier und Jetzt zu leben, die Erwartungshaltung zu minimieren. Da fand ich dein Beispiel mit dem Urlaub super passend. Glücksmomente genießen.
    Ich wünsche dir und deinem Mann, dass ihr noch viele davon erleben dürft!
    Alexandra

  2. Ihr Lieben, ich wollte euch schon viel eher für eure tollen Kommentare danken. Leider funktionierte das anonyme Posten irgendwie nicht mehr. Es hat mir unglaublich gut getan zu lesen, dass ich mit meinem Kontrollwahn nicht allein bin. Es freut mich, dass ich euch einen kurzen Blick durchs Schlüsselloch ermöglichen konnte. Es ist ganz nett hier drüben 😉
    LG Rheila

  3. Liebe Rheila,
    vielen Dank für deinen Blick durch das Schlüsselloch deines Lebens.
    Ich habe den ganzen KiWu-Weg noch vor mir. Aber meine zwei ELSS und die anschließende Diagnose haben meinen Drang zur Kontrolle eines besseren gelehrt.
    Ich habe sogar das Gefühl, dass meine aktuelle Situation meinen Kontrollzwang sogar verschlimmert hat. Wenn ich schon das nicht beeinflussen kann, dann wenigstens das restliche Leben. Aktuell ermahne ich mich immer wieder, dass ich loslassen muss. Denn Loslassen ermöglicht "Leben".
    Ich bewundere deinen Mut für diese Entscheidung, die du schon mit 32 Jahren so zuversichtlich ausgesprochen hast. Ich habe keine Zweifel zwischen deinen Zeilen gelesen und bin mir sehr, sehr sicher, dass du als CNBC ein sehr glückliches Leben führen wirst. Wer weiß das schon – vielleicht komme auch ich mal nach.
    Alles Liebe

  4. Danke liebe Rheila für deine Geschichte. Auch bei dir finde ich Ähnlichkeiten das beruhigt und macht Mut. "Glück in in meinen Augen kein dauerhafter Zustand und eben auch selten planbar." Wie wahr….

  5. Liebe Rheila,

    Ich finde es auch sehr spannend und bewegend, was du erzählst – und besonders, da du eben nicht aktiv bloggst,

    Ich weiß nicht, ob sich unter den Kinderwunschfrauen durch Zufall so viele weibliche Konttollfreaks finden oder ob es für uns einfach nur extrem schwer ist, auch noch bei diesem Thema die Kontrolle abgeben zu müssen.

    Am Anfang fand ich es gut, dass wir irgendwann Unterstützung bekamen, als es nicht klappte – denn dann war ich nicht mehr allein verantwortlich für mein "Versagen" – doch ich habe immer und alles kontrolliert … Nie ganz losgelassen.

    Ich bin froh, zu lesen, dass auch andere damit zu kämpfen hatten/haben.

    LG
    Fi

  6. Liebe Rheila. Danke, dass Du dieses Interview mit Isa gemacht hast. Auch wir haben letztes Jahr (im November) den Kinderwunschweg beendet. Am Schwierigsten für mich ist, allgemein wieder Vertrauen aufzubauen und auch mal wieder etwas Neues durch zu ziehen. Ich fühle mich in vielen Sachen so verhalten und traue mir (noch) wenig zu. So kenne ich mich selber nicht. Dein Stichwort erlebter Kontrollverlust beschreibt das gut. Darüber habe ich mich definitiv verändert. Ich glaube, wir hätten den Weg schon viel früher beenden sollen. Möglicherweise wären dann einige Dinge heute leichter als sie sind. Im Gegensatz zu Dir würde ich gerne Einiges in meinem Leben verändern. Aber ich fühle, dass jeden Monat mehr Optimismus und Kraft zurück kommt. Liebe Grüße. N.

  7. Liebe Rheila, danke dass Du Deine Geschichte hier mit uns teilst. Die Psyche leidet wahnsinnig unter den ganzen Behandlungen, man kann das nicht ewig weiter machen. Ich kann mit dem Gefühl "überhaupt nichts beeinflussen zu können" ebenfalls sehr schwer umgehen, man hat einfach keine Kontrolle mehr. Mich beeindruckt Deine Ehrlichkeit – den CNBC Weg einzuschlagen ist so abartig schwierig, und es ist (wahrscheinlich) ein langer Prozess bis man es "wirklich" geschafft hat. Aber Deine Geschichte macht Mut, ich kann mich da nur Isa und meiner Vorrednerin anschließen. Alles Gute für Euch und Euren weiteren Weg, das Lied von Pink Floyd ist auch mein absoluter KiWu-Sehnsuchtssong.. Marie

  8. Liebe Rheila,

    es war sehr spannend, Deine Geschichte zu lesen. Sie ähnelt meiner eigenen sehr. Viele Gedanken kann ich sehr sehr gut nachvollziehen. Für uns steht nächsten Monat die letzte ICSI aus. Danach was kommt danach ? Mein Bauchgefühl und mein Kopf sagen mir, das ich Deinen Weg durch den CNBC-Ausgang bald folge. Mehr als diese ICSI wird es mit mir nicht geben. Ich will ein Ende mit alldem und eigentlich ist mir mitlerweile egal wie, hauptsache vorbei. Die Aussichten sind für uns sowieso sehr schlecht. Danke für den Blick durch deine Türe. Isa hat recht. Ich finde es ermutigend.
    Alles Gute für dich.
    Lissi

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