Summertime… and the livin is easy

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geschrieben von Isa:

 

Kommt Ihr noch klar oder seid ihr schon in´s  Sofa geschmolzen ? Oder gehört Ihr vielleicht zu den Glücklichen, die derzeit irgendwo Kreise durch türkisblaues Wasser ziehen dürfen so oft sie wollen ?

Trotz dessen, dass ich die Temperaturen ja gewohnt bin, gehe ich bisschen  am Stock auch. 38 Grad irgendwo am Meer verträgt sich einfach besser als irgendwo in der Stadt. Nicht nur deshalb, weil man zwischendurch reinhüpfen kann – also in´s Meer jetzt – sondern einfach auch weil die Luft eine ganz anders ist.

Aber ! ….  Es ist ein freies Wochenende – und irgendwann am späten Nachmittag haben der Mann und ich den Luxus, uns bei Freunden irgendwo auf dem Land in netter Runde in den Garten knallen zu dürfen, Gänseblümchen zu zählen und wenn´s zu heiß wird, einfach eine Runde durch den Pool zu schwimmen. Vollverpflegung inklusive.
Wie sollte ich da noch meckern ?

Es tut mir übrigens ächt leid, dass hier gerade nur sporadisch was läuft und inhaltlich wenig passiert.
Es wird sich wieder ändern. Wirklich, wirklich 🙂
Ich hoffe einfach, Ihr haltet uns solange die Treue. Dass einige von Euch immer noch täglich vorbeischauen sehe ich an der Statistik. Und das freut uns sehr. Sehr.

Über eineinhalb Jahre Blog liegen nun bereits hinter uns. Gemeinsam mit Euch.
Es waren genau die eineinhalb Jahre nach „drawing your line in the sand“ wie unser englischsprachigen Schwestern so schön sagen.
Genau die eineinhalb Jahre, nachdem sowohl Belle als auch ich den Entschluss gefasst haben, dass es keine Bemühungen mehr geben wird, unseren jeweiligen Kinderwunsch zu erfüllen.

Eineinhalb Jahre lang nach diesem Startschuss habt Ihr uns und unseren jeweiligen Weg jetzt schon begleitet. Höhen und Tiefen mit uns geteilt. Habt mit uns gelacht und mitgefühlt und seid auch nicht ausgestiegen, wenn wir über das Thema ungewollter Kinderlosigkeit mal weniger persönlich berichtet haben, sondern bestimmte Aspekte auf der Metaebene zerrupft haben. Oder mal etwas ranten mussten.

Ich dachte ich mache jetzt mal was anderes und frage Euch einfach, was Euch in der nächsten Zeit interessiert.  Ein „Ask Isa“ sozusagen. Falls Ihr da Bock drauf habt.

Auch auf die Gefahr hin, dass ich mich jetzt schön zum Pfosten mache und Ihr da draussen alle so ermattet abwinkt —> „SOLLNDAS? … Waaas? ….Hä? …….Fragen? …….Isa? …… Welche Isa?“ 🙂

Gibt es irgendwas, was Ihr gerne fragen würdet ? Etwas, was Ihr gerne wissen würdet ?
Von mir ? Zu mir?
Oder für Euch selber ?
Allgemein ? Konkret ?
Fragen, die Euch aktuell vielleicht beschäftigen, wenn Ihr gerade noch oben am Rand des Kaninchenbaus entlanghüpft ?
Oder Fragen, die Euch beschäftigen, nachdem Ihr gerade in´s Wonderland gepurzelt seid ?
Wollt Ihr wissen, wie ich ganz bestimmte Situationen erlebt habe ?
Ob ich sie erlebt habe ?
Was ich zu bestimmten Dingen denke ?
Persönliche Tips und Tricks post Kinderwunsch ?
Je konkreter die Fragen, desto besser.

Ob ich immer eine Antwort darauf habe, kann ich nicht versprechen.
Ob Euch die Antworten immer gefallen, kann ich auch nicht versprechen :))
Und unter Garantie sind meine Antworten subjektiv.
Aber immer ächt…..Isa-Style.
Ihr kennt mich ja mittlerweile 🙂

Schaun wir mal, was draus wird….*lach*

Ich wünsche Euch ein schönes Hochsommerwochenend,
ein schattiges Plätzchen, ausreichend kalte Getränke

und jede Menge Spaß.

Genießt es – es ist EUER Leben.
Und Leben lässt sich nicht aufschieben!
You know.

Macht was draus.

Isa

20 Gedanken zu „Summertime… and the livin is easy

  1. Hallo Isa!

    Was mich immer wieder brennend interessiert: Wie kommt ihr mit dieser nich freiwillig gewählten "Außenseiter-Position" klar? Es ist ja eine Sache, zu sagen: Zum Glück gehöre ich nicht zu diesem Club – und eine andere, jahrelang soviel dafür getan zu haben, mit allen anderen family-Urlaub zu machen, über Kitas zu quatschen und Laternen zu basteln…

    Und wie hält man diese gelegentlichen mehr oder weniger bewussten Diskriminierungen ("Und wenn ihr mal ganz entspannt Urlaub macht?" "Und wenn ihr einfach nicht zusammenpasst, biologisch und so?" oder wenn die Junge Union eine Kinderlosen-Strafsteuer einführen will?) dauerhaft aus, ohne jedes Mal auszuflippen?

    Und wielange muss man so viel Energie auf die Verarbeitung des Kinderwunsches verschwenden, bis es endlich geschafft ist?

    Danke euch jedenfalls für euren sehr wohltuenden Blog, für diese Nische…

    LG Pealotte

    1. Lieblings-Pealotte 🙂

      wie schön, Dich hier mal wieder zu lesen !
      Und herzlichen Glückwunsch zum übrigens 1000. ! Kommentar im Wonderland :))

      Ansonsten….muss ich gerade sehr lachen. Im positiven Sinne. Die Diskriminierung Kinderloser…..mein Lieblings-Hass-Thema 🙂 Wenn ich darauf antworte, wird es ein Rant werden. Da können sich einige schon mal warm einpacken besser 😉

      Ganz interessant auch diese Frage: "Und wielange muss man so viel Energie auf die Verarbeitung des Kinderwunsches verschwenden, bis es endlich geschafft ist?"
      In "was wichtig ist (2)" habe gestern schon die Missverständnisse und Fehler angedeutet, die man beim "Loslassen" machen kann.
      Ich komme auf jeder Fall noch darauf zurück !

      Vielen lieben Dank für Deine Fragen…Sie sind super !
      xoxo, Isa

  2. Liebe Isa,
    viel zu spät, weil im Urlaub und allen Blogs hinterherhinkend sozusagen…
    mir zerreißt es das Herz wenn ich über den Herbst nachdenke. Im Herbst versuchen wir es wie schon so oft vielleicht ein letztes Mal. Oder nicht? Oder schon? Keine Ahnung und es ist ja auch noch nicht Herbst. Wir (der Lieblingsmann und ich) sind im Herzen unterschiedlicher Meinung. Ich – immer noch dem Kinderwunsch in den Hintern tretend, weil er mir sowieso nur Enttäuschung gebracht hat. Er – sieht diesen kleinen positiven Test als Chance. Sage ich – öhm nö, würde er das verstehen. Ganz sicher. Aber ich würde mir den Rest meines Lebens immer im Hinterkopf und im Herzen den kleinen Vorwurf machen – es war nur wegen mir….
    So und nun frage ich mich von Zeit zu Zeit – wie geht die ganze Geschichte aus. Ich bin bereit FÜR IHN den Weg nochmal von vorne zu gehen. Für mich würde ich das nicht mehr machen. Für uns? Vielleicht. Oder ist es am Ende nur ein Vorwand? Ich würde ja nicht, aber weil du willst….vielleicht will ich aber im Grunde doch, sonst würde ich es nicht nochmal machen?? Paaaaaaaaaaahhhhh ich kreise…so in etwa.
    Worauf ich in dem ganzen Chaos hinaus will: wart ihr immer gleicher Meinung? Habt ihr das alles bis aufs Klitzekleinste ausdisuktiert? Ich bin es manchmal leid überhaupt noch darüber zu sprechen…:/
    Und meine letzte Frage: Wo bist du????? Kannst du vielleicht mal in meiner Nähe sein 😉 ?

    Drück dich ♥

    1. (((Wünschi)))
      Nein, wir waren nicht immer ganz synchron. Mal war der eine ein paar Schritte voraus – und mal der andere. Glücklicherweise lagen wir aber nie diametral auseinander. Das macht es an der Stelle etwas leichter – weil man ja eben gemeinsam einen Weg finden muss. Wir hatten allerdings im Vorfeld eine Vereinbarung. Wenn für einen von uns Schluss ist, dann ist Schluss. Denn wenn einer von beiden keine persönlichen Ressourcen mehr hat, dann wird das Ganze ein Spiel mit dem Feuer.
      Ob die Karte tatsächlich gezogen hätte, wenn wir sie gebraucht hätten oder ob wir weiter verhandelt hätten ? Das musste die Praxis in unserem Fall nicht zeigen.

      Den Weg dem anderen zu Liebe zu gehen, ist eine schwierige Ausgangskonstellation. Vor allem, wenn die Frau den Weg dem Mann zu Liebe geht. Meiner Meinung nach. Denn der größere Part mit allen Risiken und Nebenwirkungen liegt nun mal bei der Frau.
      Den Weg dem anderen zu Liebe zu beenden ist allerdings auch nicht leicht !

      Am Ende nützt es nichts, man braucht eine GEMEINSAME Entscheidung.
      Wenn man sich als Paar sicher ist, dass man als Paar auch an erster Stelle steht – egal, was kommt.
      Wem ist was WIE wichtig ? Wie sehen die jeweiligen Ressourcen aus ?
      Kann man sich jeweils vorstellen auch in die andere Richtung mit zu gehen ? Unter welchen Voraussetzungen ?

      Und wenn man nicht weiß, ob man selber nun dieses oder jenes will, oder nicht will oder nur dem anderen zu Liebe will ? 🙂
      Sich gedanklich ganz konkret vorstellen, der andere würde sagen: "kein Problem, Schatz. Du hat Recht ! Wir lassen es !" (in deinem Fall jetzt)
      Stellt sich dabei ein Gefühl der Erleichterung ein ?
      Oder auf einmal ein "Oops – shit, wie jetzt" ?

      Et kütt wie et kütt, Hase 🙂
      Womit auch geklärt sein dürfte, wo in etwa ich bin 😉

    2. Das Gefühl das sich dabei einstellt: Erleichterung und zugleich eine unfassbare Traurigkeit. Eine die ich fast nicht aushalten kann….

      Du bist eindeutig zuuuuuuuuuuuu weit weg von mir :*
      Komm her – umarmen und zwar jetzt und gaaaanz lange!
      Bitte – Danke <3

  3. Hi liebe Isa, hallo Ihr lieben CNBClerinnen und solche, die es werden (wollen oder müssen), ich habe mir ein paar Gedanken zum Thema Trauer im speziellen Fall des Kinderwunsches gemacht.. weil ich glaube, dass es hier ein wenig anders gelagert ist als bei "sonstigen Trauer-Anlässen"… wollt Ihr wissen, was ich als Kinderwunsch Coach und selbst heute – trotz Allem – glückliche CNBClerin dazu denke? Dann schaut' doch mal hier vorbei – Isa hat gesagt, ich dürfe es hier posten: https://kindersehnsucht.wordpress.com/2015/07/08/trauer-wieder-nicht-schwanger-was-tun/ Alles Liebe für Euch! Viele Grüße, Franziska Ferber von http://www.kindersehnsucht.de

    1. Ja, das hat die Isa gesagt 🙂
      Es gibt viel zu wenig zum Thema. Da bin ich immer sehr für´s Verlinken und Austauschen. LG

  4. Liebe Isa,

    summertime – and the livin is easy …

    yepp, so ist es. Ganz genauso. Obwohl hier auch nicht alles eitel Sonnenschein ist. Im Job beispielsweise. Aber sonst, jo allet easypeasy. Und manchmal frage ich mich: war’s das etwa schon? Der Abschied? War ja gar nicht sooo schlimm. Also, tat weh, ja – aber nu? Irgendwie ein bisschen wie Pflaster abreissen – man hat mehr Angst vor dem, was weh tun „könnte“, der erdachte Schmerz ist schlimmer als der reale. Oder hab ich den realen Abschiedsschmerz einfach so schnell vergessen?

    Und dann denk ich wieder, das kann es nicht gewesen sein. Da muss noch was kommen. Der große Knall oder Zusammenbruch oder so. Ich meine, so ein dreiviertel Jahr traurig sein und auf den nächsten Versuch warten und dann zu merken, dass man das alles nicht mehr kann und will und damit ist es dann gut? Einfach so, nach 5 Jahren?

    Aber so ist es gerade. Das Leben, das ich im Moment habe – ohne Kind im Arm, im Bauch und OHNE Kinderwunsch – gefällt mir gerade richtig gut. Ich bin wieder in meiner Mitte, ich weiß wieder, was ich kann (und Kinderkriegen gehört wohl eher nicht dazu) und wo ich bin und wo ich hinwill. Ich sehe ein Leben vor mir, in dem ganz viele Wünsche und Träume Platz haben und keiner ist mit einem Kind verknüpft.

    Und dann denke ich, ob ich das zu leicht nehme im Moment? Weil der Druck so groß war, dass ich einfach weglaufe in ein anderes Leben? Und ich frage mich, ob ich Schuldgefühle haben sollte, weil ich keine Schuldgefühle habe, dass ich aufhören will. Ich habe nämlich keine. Ich habe das Gefühl, ich habe alles in MEINER Macht stehende getan – und hier ist nun mal das Ende erreicht.

    Kennst du das? Das wüsste ich gern, meine beste Isa.

    Es freut sich auf ein baldiges Wiedersehen,

    EasyLivin – (die früher mal ZweiLinien war)

    1. Liebe EasyLivin, die mal ZL war 🙂

      ich freue mich so für Dich, dass es Dir wieder so gut geht !
      Deine Gedankengänge sind übrigens auch nicht untypisch – mach Dir keine Sorgen 🙂 Sie sind die andere Seite der Medaille und auch ein Ausdruck dessen, das nirgendwo Orientierung darüber besteht, was der Abschied vom Kinderwunschweg eigentlich bedeutet.

      Bis ganz bald
      Isa

  5. Liebe, liebe Elaine !

    Dein Kommentar berührt mich sehr, denn Du sprichst damit ein dickes, fettes Tabu an: Die Trauer und WIE einsam diese Trauer sich anfühlen kann.
    Ich werde auf jeden Fall zu Deinen Fragen etwas schreiben !

    Ich möchte Dir vorab gerne eins sagen:
    Du bist/wirst nicht verrückt – auch wenn es sich zwischenzeitlich so anfühlen kann ! Du trauerst ! Und das musst Du. Das darfst Du. Mit jedem Recht dieser Welt. Trauer ist immer auch etwas sehr Individuelles.
    Es ist DEINE Trauer. Hab keine Angst vor ihr.
    Es gibt ganz sicher eine Grenze, wo sie kippen kann. Und es gibt Anhaltspunkte dafür, an denen man sich orientieren kann. Aber das passiert vergleichsweise wirklich selten.

    Ich finde es grundsätzlich übrigens immer gut, sich eine Trauerbegleitung zu gönnen. Das unterstützt, nimmt die Ängste und ist wie ein Licht in der Dunkelheit.

    Ich werde meine Sicht, mein Wissen und über mein persönliches Erleben zu Deinen Fragen schreiben und danke Dir für diese so wichtigen Fragen !

    Bis bald !
    Alles Liebe
    Isa

    1. Tausend Dank, Isa!

      Bei einer Psychologin war ich inzwischen schon, und ich habe vor, wieder hinzugehen. Du hast recht: nach diesem ersten Termin war ich bereits etwas positiver gestimmt.

      Herzlich,
      Elaine

  6. Hallo Isa,

    zuerst ein grosses Dankeschön für dieses Angebot, das ich sehr gerne annehme!

    Meine "Linie im Sand" liegt drei Monate zurück. Nach der ersten Erleichterung und spürbar besserer Lebensqualität ging die Gefühlskurve nun ein paar Wochen lang stark nach unten :-(.

    Meine (vielleicht etwas unangenehmen) Fragen zur Zeit:

    Für die Trauer um ein nie gehabtes Kind fehlen "Vorbilder" und gesellschaftliche Normen. Mein Mann und ich erleben die Situation wohl zusammen, aber wir reagieren darauf sehr verschieden. Das Ganze ist dadurch zuweilen eine etwas einsame Sache… fühle mich wie ein Sonderfall, für den es keine Regeln oder vorgesehenen Verhaltensmuster gibt. Wie weiss ich, dass meine Trauer noch normal ist, und wann "kippt" sie ins Ungesunde? Sie macht mir manchmal etwas Angst…

    Zweitens zum Thema Isolation (ich treffe im Moment keine Leute mit Kindern, es ist für mich zu schwierig, d.h. ich sehe nicht mal meine Neffen und Patenkinder): Wie und wann hast du zurück in die "Gesellschaft" gefunden? Oder warst du in der Abschiedszeit immer "gesellschaftstauglich"?

    Elaine

  7. Hallo liebste Isa,

    frisch in die Molekülwelt getrudelt, stolperte ich sofort auf direktem Wege erstmals ins Wonderland.

    Ich hab auch eine Frage an dich:
    Gibt es von dir Klone, die man sich in seine Nähe "setzen" lassen kann? Wenn ja, ich hätte bitte-danke mein persönliches Isa-Exemplar zum Tratschen und Weintrinken!

    So, ich muss meinen Kopf in den nicht vorhandenen Sand stecken…was Straußen hilft….

    Dickes Herz —> ❤️

    PENNY

    1. Penny, meine olle Lieblingsschabracke )
      Dein "persönliches Isa-Exemplar" wohnt m.E. gar nicht so weit wech von Dir 🙂
      Da lässt sich ein Glas Wein doch sicher irgendwann mal einrichten.
      Ich würde mich jedenfalls freuen 🙂

      P.S. Seit wann stecksn DU denn Kopp im Sand ?

    2. Seitdem ich mich mitte Tierweltgepflogenheiten auseinandergesetzt habe und von ihnen lernte, dass dat gegen dat Schweineschwitzen helfen soll, verstehse?

      Ooookeeeee, wann bisse hier? :-*

  8. Hallo Isa, schööööön mal wieder von dir zu lesen.

    Hmm. Die Frage nach den "Rückfällen" bzw die Antwort darauf würde mich auch interessieren. Sehr.

    Bis dahin: Genies den Sommer auf dem Land. Ich finde, dort lässt er sich am Besten genießen 😉

    Liebe Grüße, DscheyBee

  9. Hallo Ihr Zwei,

    da habt ihr mir gleich zu Beginn eine schöne Aufgabe gestellt 🙂 Eure Fragen gehen ja in eine ähnliche Richtung – und sind wohl mit die präsentesten und auch schwierigsten Fragen, die man sich nach längerer Zeit im Kiwu-Zirkus beginnt zu stellen.

    Ich werde sehr gerne versuchen, sie zu beantworten !

    xoxo, Isa

  10. Liebe Isa,
    ich wünsche Euch ein wunderbares Wochenende auf dem Lande bei Euren Freunden. Ich habe selbst 2 tolle Tage hinter mir in denen mir mal wieder bewusst geworden ist, wie schön das Leben -an sich- so ist.
    Ich hopel noch oben am Rande des Kaninchenbaus herum, bin aber gedanklich (seit die ersten Versuche der Repro-Med. nicht zum erwünschten Erfolg geführt haben) schon seit 2 Jahren dabei, mich immer wieder mit dem Wonderland zu beschäftigen…..
    Dein Angebot nehme ich gerne an, weil mich seit 2-3 Monaten ein Gedankengang sehr intensiv beschäftigt, ich mich aber bisher "nicht getraut habe" ihn zu kommunizieren:
    Ich habe jetzt 7 Jahre Kinderwunsch und 4 Jahre Behandlung hinter mir. Vor 2 Jahren noch unvorstellbar der Gedanke, dass wir Aufhören "müssen" ohne Kind, unvorstellbar der Gedanke an das Leben, "das man dann führt".
    Immer weiter, immer weiter,…. irgendwann klappt es auch bei uns…. Dann die Einsicht, dass auch mal Pausen sein müssen, um sich nicht selbst zu verlieren.
    So und jetzt komme ich zum Kern"problem":
    Ich spüre in mir, dass wir auf das Ende der Behandlungen zugehen, ich spüre, dass mir auch "dass Leben danach" gefallen könnte, mit all seinen Vor- und Nachteilen. Ich habe so gar keine rechte Lust mehr, mir meine Kryos aus dem letzten Versuch abzuholen. Ich habe keine Lust mehr, ein Leben in der Warteschleife zu führen…. ich würde gerne wieder mein Leben in der Hand haben….. und nicht ständig mit angezogener Handbremse unterwegs sein.
    Alles an sich "gute Gefühle/ Gedanken" um den Weg zu gehen, jetz kommt das ABER:
    Ich traue dem ganzen nicht! Ich bin noch jung, könnte noch locker 8 – 10 Jahre Versuche machen. Ist die Entscheidung zum "Jetzt reicht es" eine Entscheidung bewusst für ein "neues Leben" oder habe ich nur die Hoffnung aufgegeben und mein Unterbewusstsein will mich davor schützen, ganz daran kaputt zu gehen….?
    Ich habe solche Angst, in ein paar Monaten wieder verzweifelt zu sein und festzustellen, dass ich mir nur was vorgemacht habe…..
    Hattest du ganz konkrete "Rückfälle"? Wie bist du damit umgegangen? Habt ihr Eure Entscheidung Eurem Umfeld konkret mitgeteilt?
    Bluete83

  11. Liebe Isa, danke sehr für Dein Angebot. Ich lese Euren tollen Blog sonst immer nur still mit, möchte mich aber heute gerne melden.
    Meine Gedanken drehen sich in der letzten Zeit immer häufiger um den Abschied vom Kinderwunsch. Doch immer wieder kommt dann der Gedanke in mir hoch, dass ich eine Entscheidung mit dieser Konsequenz nicht treffen kann. Als würde ich damit bewusst alles kaputt machen. Aber nach vier Jahren in Kinderwunschkliniken bin ich müde. Müde zu hoffen und müde mir immer wieder die Nase blutig zu rennen. "Drawing your line in the sand" ist ein schönes Bild. Aber woher kann ich sicher sein, dass ich das nicht bereuen werde? Woher weiß ich, wann es Zeit ist zu gehen? Mir fehlt dazu das Gefühl. Weisst Du, was ich meine? Vielleicht kannst Du darüber mal etwas schreiben? Ganz, ganz liebe Grüße von K.

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