Werkzeugkasten

Veröffentlicht am Veröffentlicht in Blog, Spirit & Soul

geschrieben von Belle

Der Mandelkern beschäftigt mich weiter….und anknüpfend an Isa`s Diättips und mich darauf beziehend fallen mir noch andere tools ein…
Trinkt genug Wasser.  Tee geht auch. Doof, simpel, einfach.
Warum das so ist, weiß ich auch nicht, aber bei mir beobachte ich, dass wenn ich nicht genug trinke, ich nicht funktioniere und dass eine Dehydrierung das Feststecken in wenig dienlichen Gedankenmustern begünstigt. In den Fluss kommen wäre hier das Stichwort. Ausserdem ist dies eine prima Energieumleitung…in den Momenten, wo ich mich dran erinnere und mich darauf konzentriere, genug zu trinken, kann sich mein Verstand nicht mit “ dem Problem“ beschäftigen.
Achtsamkeitkeit, Achtsamkeit, Achtsamkeit.
Im Jetzt und Hier.
Wenn Ihr Geschirr spült, spült Ihr Geschirr.
Wenn Ihr auf Arbeit seid, seid Ihr auf Arbeit.
Wenn Ihr Team Fell bespaßt, macht das und nur das. Die merken das sonst eh und sind wahlweise ungnädig oder außer Rand und Band.
Wenn Ihr mit dem Mann Eures Lebens seid, seid da. Präsent.
Der merkt das sonst auch eh und ist…siehe Team Fell.
Gilt auch für Gespräche mit Freundinnen oder anderen Menschen.
Nichts ist ätzender als unaufmerksame Gesprächspartner, bei denen Du ganz genau merkst, dass das Gegenüber gar nicht richtig da ist.
Wenn Ihr mit Euch allein seid….meine Damen, for the love of Jesus, seid da.
Nehmt Euch wahr, so wie ihr seid, im Hier im Jetzt, ohne Verbesserungsansatz. Einfach so, wie es gerade ist, wie Ihr gerade seid, ohne Urteil, ohne Wertung.
Geniesst die unplugged-Version Eures Selbst….weil Ihr es könnt, meine Schönen.
Woanders als hier und jetzt kann man sowieso nicht sein, strenggenommen.
Das ist für mich Hingabe….oder auch surrender (manche Seinszustände sind für mich in einer anderen Sprache besser beschreibbar….es scheint so was wie eine soul language für mich zu geben…kennt das noch wer?) – ein das Jetzt so nehmen wie es ist und nicht unnötig Energie in den Widerstand verballern.
Nein, das ist keine Resignation und kein Fatalismus, im Gegenteil.
Das ist Akzeptanz und Hingabe und, ja Vertrauen, Offenheit.
Im Grunde beginnt die Veränderung damit, dass ich die Situation zunächst einmal so akzeptiere, wie sie ist.
Akzeptanz heisst nicht supidupitoll finden, es heisst nur, dass ich eben das Jetzt so annehme, wie es ich präsentiert. Dann und nur dann kann ich entscheiden, wie ich damit umgehen möchte.
Maya Angelou beschreibt das sehr treffend *find* so….

“What you’re supposed to do when you don’t like a thing is change it. If you can’t change it, change the way you think about it. Don’t complain.”
– Maya Angelou, Wouldn`t take nothing for my journey now


Klagen, Jammern, Complainen sind eine Form von Widerstand leisten.
Ich möchte sagen, die am wenigsten effektive Form von Widerstand. Denn sie beklagen nur den Staus quo der Dinge und dabei bleibt es.
Die ganze Energie geht fürs Klagen drauf und nichts bleibt übrig für die wirkliche, nötige Veränderung.
Mensch bleibt stecken. Zuerst im Kopf, dann im Leben.
Und übersieht, dass er/ sie mindestens zwei Handlungsoptionen hat…wenn nicht sogar mehr….

Noch ein Zitat gefällig?

„Most people think great god will come from the sky
Take away ev`rything and make everybody feel high
But if you know what life is worth
You would look for yours on earth
And now you see the light.
You stand up for your right.“
-Bob Marley, get up, stand up


Will sagen, den ersten entscheidenden Schritt müssen wir machen, isso.
Und für uns aufstehen, idealerweise mit Liebe und compassion für alle Beteiligten…

Zurück zu surrender……der Moment, in dem ich was auch immer ich gerade umklammere aus der Hand lege….die Faust öffne, eine Schritt zurücktrete…eine bewusste Entscheidung.
Die ggf. täglich mehrfach neu getroffen werden muss.
Ich öffne die Faust….lege den Hammer hin, ganz tief da drinnen, wo die Liebe wohnt wissend, dass mir weder selbiger noch der  Himmel auf den Kopf fallen werden, wenn ich das jetzt tue.
Ich vertraue und das kann und darf ich auch.
Das Umklammern ist eh nur eine Form von Kontrolle, die nicht. funktioniert. Nicht. Hab´s ausprobiert. Funzt nicht. Es ist die Illusion, dass ich etwas kontrollieren kann, was sich vollkommen meinem Einflussbereich entzieht.
Da wären wir wieder bei der großen Machbarkeitslüge und dem Trugschluss, die Dinge en detail kontrollieren zu können…..sischer datt!
Mal ehrlich…mir ist irgendwann aufgefallen, dass ich das Verhalten und die Beschaffenheit meines Reproduktionsystems kontrollieren wollte, parallel dazu das Verhalten anderer Menschen, das Wetter, die aktuellen fashiontrends und den Fahrstil der anderen Verkehrsteilnehmer…gerne auch alles zugleich.
Gleichzeitig hatte ich nicht einmal den Ansatz einer Kontrolle über meine eigene damals doch tendenziell deutlich apokalyptischen Gedankenspiele..
Is klar, nä?!
Als mir das auffiel… war ich erst mal sprachlos.
Und habe echt für einen Moment nichts gedacht.
Das war ein ziemlich toller Moment by the way……
Dann musste ich sehr lachen über meine fruchtlosen (höhö) Kontrollversuche und öffnete die Faust.
Ich darf froh vermelden, das weder die Welt untergegangen ist, noch das mir der Himmel auf den Kopf fiel.
Ächt gezz.

7 Gedanken zu „Werkzeugkasten

  1. Wieder mal ein excellenter Denkanstoß ❤️ Ich habe beim lesen festgestellt, dass es im Alltag auch oft auf mich zutrifft – das "Multitasking" das heute überall gefordert wird und für welches uns Frauen besonderes Talent nachgesagt wird, untergraben genau das: die Achtsamkeit. Konzentration auf EINE Sache. Das Hinhören, das Hineinhören, das Fühlen, das Empfinden.

    Ich erinnere mich, dass ich das ganz intensiv getan habe, als ich meine sogenannte "Sofa-Zeit" hatte: die 3,5 Wochen vor, während und nach der Fehlgeburt. Selten in meinem Leben habe ich mir mehr Achtsamtkeit zuteil werden lassen und im Rückblick war es eine schwere, aber auch sehr intensive, wichtige Zeit für mich.

    Wir sollten versuchen, uns öfter drauf zu besinnen – danke, für diese Erinnerung daran, liebe Belle.

  2. Ich finde es auch erschreckend. Weil das genau so ist. Also nicht immer. Aber oft. Ich bin da aber bin es nicht. Höre nicht richtig zu, weil ich mit den Gedanken woanders bin. Arbeite, doch bereits auf der Heimfahrt bin ich mit den Gedanken woanders, auf der Hinfahrt übrigens auch.
    Ich bin eigentlich immer woanders außer bei Team Fell. Weil du recht hast, die merken das und sind dann unausstehlich 😉 Und der Mann auch ja.
    Verrückt so kontrolliert durchs Leben zu laufen. Ich will es mit aller Kraft so festhalten und doch will ich es los haben. Verzwickt. Und ja ich stecke fest.
    Aber es tut trotzdem gut zu wissen, dass mir nichts derart auf den Kopf fällt, dass ich daran kaputt gehe und dass die Welt sich weiterdrehen wird, wenn ich irgendwann mal fähig bin es zuzulasse…
    Danke dir dafür.
    Kuss ♥

  3. Liebe Rheila,

    herzlich gern ;-)!

    Was mir noch wichtig ist, zu sagen…..es geht ausdrücklich nicht! darum, einen laufenden Trauerprozeß zu unterdrücken/ unterbrechen oder eine "Zähne zusammenbeißen und durch"- Haltung zu entwickeln, sondern lediglich darum, sich selbst gegenüber so liebevoll und aufmerksam zu sein, dass genug Kraft da ist, um einer z.B. Abschiedssituation (sei es von einem Menschen, einem Traum oder einem Projekt) Akzeptanz entgegenzubringen….
    An meinem Beispiel: Ja, ich hätte gern lebendige Kinder gehabt. Aber dazu ist es nicht gekommen.
    Das habe ich akzeptiert- irgendwann.
    Als meine Lebensqualität.
    Als: so ist es.
    Hat mich das traurig gemacht? Oh,ja.
    War ich deswegen wütend? You bet.
    Habe ich mit Gott und er Welt gehadert und alles unfair gefunden? Kannze von ausgehen.
    All diese Phasen waren wichtig und ich habe mir die Zeit genommen, sie zu durchleben…oder wie Isa oft sagt…..für manche Dinge gibt es keine Abkürzung.
    ich habe sie zugelassen, all diese Gefühle, ihnen einen Platz gegeben….dann gingen sie weg.
    Ja, fast einfach so.
    Auch da -Akzeptanz. Dass sie da sind, die Gefühle.
    Nicht in ihnen agieren, nicht ausagieren, mich nicht in ihnen verlieren, sie nur akzeptieren.
    Es sind, wie schon oft erwähnt- Wellen….they come, they go.
    Und wenn sie weg sind…war/bin da immer noch ich.
    Nass, zerzaust, Haare zu Berge und schlagskaputt, aber immer noch da.
    Allein dieses Da-Sein ist und war für mich- Glück.
    Und Freude.
    ….vielleicht wirr jetzt, ich schick`s aber trotzdem mal ab…

    xoxo, Belle

    PS: Ich kann`s nicht oft genug sagen….ruht Euch aus.
    Diese inneren Schritte sind vergleichbar mit dem Iron-man. Es ist normal, erschöpft zu sein und auch vergesslich…take your time…..

    1. Du hast absolut recht. Trauer: ja. Selbstaufgabe: nein! Ausdrücklich nein. Ich denke, dass es Zeit braucht, um langfristig im "neuen" Leben anzukommen. Rückschritte passieren und sind vollkommen ok und normal. Aber irgendwann muss man es anpacken. Sich darauf einlassen. Sich selber glauben, wenn die innere Stimme sagt: das Leben ist schön.
      Ich wünsche euch allen hier eine schöne Woche mit allem, was das Leben so bereit hält!
      LG Rheila

  4. Oh mein Gott. Es ist erschreckend und verstörend und gleichzeitig wundervoll, diese Zeilen zu lesen. Ich selbst habe mich in letzter Zeit so oft dabei ertappt, dass ich Dinge nicht mit einem vernünftigen Maß an Aufmerksamkeit gemacht habe. Ich bin eine schlechte Zuhörerin geworden und vergesse andauernd Dinge. Am Freitag war das Maß dann voll, nachdem ich den Geburtstag einer mir nahestehenden Person vergessen habe. Es muss jetzt endlich mal Schluss sein mit der ewigen Jammerei um Dinge, die sich nicht ändern lassen. Es darf wieder Frohsinn in unser Leben einkehren. Ehrlich gefühlter Frohsinn. Das kann man lernen, davon bin ich überzeugt. DANKE, dass du diese Einsicht mit deinen Worten bestätigst! Es tut so gut, das auch mal von außen zu hören.
    LG Rheila

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