Wir sind viele !

Veröffentlicht am Veröffentlicht in Blog, CNBC

geschrieben von Isa:

Wir sind viele.
Aber wir sind viel zu leise.

Warum ?

Dabei haben wir jeden Grund
stolz zu sein.
Jeden Tag auf´s Neue.

Auf uns.
Auf unsere Geschichten.
Auf unsere Erfahrungen.
Auf unseren Mut.
Auf unsere Stärke.
Auf unsere Tränen.
Auf unseren Schmerz.
Auf unser Lachen.
Auf unser JA zum Leben.

Auf die Liebe zu unseren Kindern,
zu denen, die nur in unseren Träumen lebten
und zu denen, die viel zu früh wieder starben.

Wir sind viele.
Aber wir sind viel zu leise.

Warum?

Es gibt keinen Grund
……..zu schweigen.

Keinen
guten
Grund.

7 Gedanken zu „Wir sind viele !

  1. Bei Twitter hat sich zum Thema "Schweigen" aktuell ein Austausch ergeben, den Ihr auch in meiner TL finden könnt. Ein Artikel kommt von Pamela, die einigen von Euch vielleicht vom Blog silent sorority bekannt ist, den wir auch hier verlinkt haben. Titel "Infertility Community: A Microsm of Society Misunderstandings and All" : http://blog.silentsorority.com/infertility-community-microsm-society/

    Der andere von Kelly Wallace für CNN: http://edition.cnn.com/2015/04/09/living/feat-infertility-why-people-dont-talk-openly-about-it/

  2. Ich wünschte mir, man würde mehr davon merken, dass wir so viele sind.

    Aber wie kann man stolz auf seinen Schmerz sein? Ich möchte mich oft nur verkriechen. Und wenn ich mal den Mut aufbringe, gegenüber einer Person offen zu sein, werde ich vor den Kopf gestossen, wenn nicht gar verletzt.

    Mein Mann und ich vermuten mittlerweile, dass es praktisch unmöglich ist, mir gegenüber die richtigen Worte zu finden. Weil ich bei dem einen Thema manchmal einfach so sensibel bin. Wieso über dieses Thema sprechen, wenn ich die meisten Antworten darauf nicht vertrage?

    Vergeht das mit der Zeit? Ich hoffe es.

    Elaine

    1. Liebe Elaine, ich glaube tatsächlich, dass hier die Zeit eine Rolle spielt. Weil Trauer und Verarbeitung einfach auch ein Prozess ist, der seine Zeit benötigt. Schau mal, wie lang ist es her, dass Du den Kinderwunschweg endgültig verlasssen hast ? Etwas mehr als 2 Wochen ? Da hat sich doch nicht mal eine Kruste bilden können, in der Zeit. Alles ist noch so frisch. Und solange man selber keine wirkliche Haltung zu etwas hat solange ist man extrem verletzbar durch andere.

      Die Sache mit dem Schmerz….vielleicht kannst Du es so sehen und vielleicht hilft Dir dies, ihm gegenüber und damit auch Dir selber gegenüber etwas versöhnlicher zu werden. Schmerz über den Verlust (und es ist ein Verlust, von dem wir hier sprechen) entsteht ja nicht, weil Du irgendetwas xbeliebiges jetzt grad eben mal nicht bekommst. DIESER Schmerz, den Du fühlst erzählt von der Liebe, die Du in Dir trägst. Der Liebe, die Du all die Jahre gespürt hast. Der Liebe zu Deinen Kindern….selbst, wenn Du sie vielleicht nie empfangen hast. Und falls Du Reprobehandlungen hinter Dir hast: ein gescheiterter Versuch kann emotional ähnlich wie eine FG empfunden werden. Dein Schmerz wird Dich noch eine ganze Weile daran erinnern, dass Du diese Liebe nicht so wirst ausleben können, wie Du Dir das erträumt und gewünscht hast. Aber er wird leiser werden, sanfter und leiser. Bleiben wird Dir am Ende das Gefühl der Liebe in Dir. Sich auf sie zu konzentrieren ist eigentlich auch der Weg heraus aus dem dunklen Tal. Und eines Tages wirst Du aus dieser Liebe etwas neues, "produktives" hervorbringen können.
      Auf keinen Fall aber musst Du Dich für diesen Schmerz und damit für diese Liebe in Dir klein machen. Im Gegenteil. Sie ist deine größte Stärke. Und ein Geschenk. Sie ist das Geschenk, dass auch wir cnbc ! erhalten haben, in dieser Kinderwunschzeit. Das wirklich fühlen zu können braucht …. Zeit. Und es braucht Zeit, bis man die Kraft, die einem das verleiht, auch (wieder) nutzen kann.
      Bis dahin musst Du nicht stark sein. Dich zu nichts zwingen. Es niemandem Recht machen wollen. Dein Leben, Deine Party, Deine Regeln , Dein Tempo ! Überfordere Dich nicht.
      Alles Liebe ! Isa

    2. Das ist nicht verworren, sondern hilfreich. Emotional bin ich in der Tat längst noch nicht so weit, aber Du machst mir Hoffnung. Danke, Isa!

      Elaine

    1. Danke, Lisa.
      Scham ist sicher ein großer Grund.
      Ist es der einzige ?
      Zumindest die aktive Kinderwunschzeit rückt ja langsam aber sicher mal aus der Schweigezone heraus.
      Das lässt mich hoffen, dass auch der Abschied vom Kinderwunsch eines Tages weniger tabuisiert wird.
      LG, Isa

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